| Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung 13.06.2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 3.2.4. Wahlkreis 16 - Köln IV (Stadtbezirk Chorweiler, Mauenheim, Riehl, Niehl, Weidenpesch und Longerich) |
| Status: | Eingereicht |
| Antragshistorie: | Version 3 |
A3: Nicole Hansen
Selbstvorstellung
Liebe Kölner*innen,
ich bewerbe mich um die Direktkandidatur im Wahlkreis Köln IV (Chorweiler–Nippes).
Ich kandidiere, weil mein Herz „links-grün-verliebt“ schlägt und ich die Lobby für Kinder, Familien und marginalisierte Gruppen sein möchte. Gleichberechtigung, Betreuung, Bildung und Gesundheit dürfen keine Privilegien sein.
Mein Hintergrund:
Ich bin Tochter polnischer Einwander*innen und in einfachen Verhältnissen aufgewachsen. Früh habe ich Verantwortung übernommen und erlebt, wie sich Ungleichheit konkret anfühlt – in der Schule, im Alltag und in den Chancen, die Menschen bekommen.
Beruflicher Werdegang:
An der Ruhr-Universität Bochum habe ich meinen Master mit vielen Nebenjobs im Studiengang „Sales Engineering and Product Management“ (Vertriebsingenieurswesen) abgeschlossen. So habe ich im Vertrieb in Konzernen, mittelständischen Unternehmen und in Start-ups gearbeitet. Als Unternehmensberaterin im Bereich Digitalisierung und Vertrieb habe ich Unternehmen begleitet und sogar vor Insolvenzen gerettet. Zuletzt habe ich als IT- und Projektmanagement-Dozentin Strategien für zukunftsfähige und nachhaltige Unternehmen vermittelt. Heute studiere ich Psychologie und fordere nach dänischem Vorbild Empathie-Unterricht an Schulen, um Mobbing und Rechtsextremismus endlich am Kern anzugehen.
Engagement bei den Grünen:
Politisch bringe ich nicht nur Haltung, sondern auch praktische Erfahrung mit: Ich habe Wahlkämpfe von Berîvan Aymaz, Lars Wahlen, Marc Kersten und anderen aktiv unterstützt – an Infoständen, im Haustürwahlkampf, bei Veranstaltungen und über Social Media – und dabei viele Gespräche geführt, Menschen überzeugt und für unsere Themen gewonnen.
Als Mutter weiß ich, wie schwer es ist, Familie, Arbeit und politisches Engagement zu verbinden: mit überlasteten Kitas und Schulen, steigenden Wohn-, Lebens- und Fahrtkosten und einem Alltag, der kaum Luft lässt. Politik darf kein Privileg für die sein, die genug Zeit, Geld oder Unterstützung haben.
Deshalb habe ich innerhalb der Partei begonnen, Strukturen aktiv mitzugestalten: Ich habe eine Netzwerkgruppe für Mütter, Erziehende und Pflegende aufgebaut, um politische Teilhabe trotz familiärer Verantwortung zu erleichtern und die Perspektiven von Eltern stärker einzubringen – mit spürbarem Zuspruch innerhalb der Partei.
Feminismus und Mutterrolle
Mit zwei Kindern sind wir von der Innenstadt nach Esch gezogen. Ich kenne die Probleme im Zentrum und in den Außenbezirken und die Kluft, die Unzufriedenheit und Rassismus fördert - eine Gefahr für marginalisierte Gruppen und Frauen.
Mamas, Erziehende und Pflegende haben selten die Möglichkeit Politik dann zu beeinflussen, wenn sie sie am härtesten trifft: Wenn an Kita- und Schul-Sanierungen, Bildungsmaßnahmen, Gesundheit und Psychotherapie gespart wird. Wenn Gelder gekürzt werden und das Leben zu teuer wird - egal ob mit Auto oder Bahn. Während unsere Kinder klein sind und darüber sprechen, wie sie später eine Familie gründen wollen, stellt der Klimawandel ihre Zukunft infrage und wir fühlen uns machtlos, weil die Kita wieder Notbetreuung und der Tag nur 24 Stunden hat.
Ehrenamt & Engagement: LGBTQIA+, Menschenrechte, Klimaschutz
Gleichzeitig engagiere ich mich seit Jahren zivilgesellschaftlich – als bisexuelle, polyamore Frau in einem queeren Verein, in der Bildungsarbeit und im Foodsharing. Dabei ist ein starkes Netzwerk innerhalb von Chorweiler entstanden. Menschen werden durch Essens- und Second-Hand-Gruppen verbunden, unterstützt und für Klima- und soziale Themen sensibilisiert.
Ich besuche (fast) jede Demo für Klimaschutz, Demokratie, Feminismus, Kinder- und Arbeitnehmerrechte. Dadurch bin ich auf stark vernetzt und im ständigen Austausch mit Organisationen wie Fridays For Future, Psychologist for Future und mehr.
Als queere Mutter stehe ich für eine Politik, die Vielfalt nicht nur benennt, sondern schützt. Ich setze mich für intersektionalen Feminismus ein – und damit auch für die Rechte von BIPoC-, trans- und Menschen mit Behinderung. Seit 2020 kläre ich auf Social Media über diese Themen auf und unterstütze mit meiner Reichweite NGOs und Organisationen wie Fridays for Future, Sea Watch, Pruef, Amnesty, KeinBockAufNazis und viele mehr, während ich mich gegen Hass im Netz stark mache.
Als Regenbogenmama einer polyamoren Familie spüre ich die Diskriminierung aus rechtsradikalen Gruppen zunehmend. Gleichzeitig nehme ich meine Familie als Privileg und Ressource wahr, die mich im Wahlkampf jederzeit unterstützen kann.
Köln braucht Menschen, die wissen, wie sich Ungerechtigkeit anfühlt - und trotzdem aufstehen. Als Tochter mit Migrationshintergrund, als Mutter, als queere Frau, als jemand, der in Chorweiler lebt und die Risse zwischen Zentrum und Außenbezirken im Alltag sieht: Ich spreche nicht nur für diese Gemeinschaft - ich bin ein Teil von ihr.
Auf der KMV am 13.06.2026 bitte ich euch, um euer Vertrauen. Nicht weil ich alle Antworten habe, sondern weil ich nicht aufhören werde, bei Ungerechtigkeit laut die richtigen Fragen zu stellen und sozial gerechte Lösungen einzufordern.
Nicole Hansen
Bei Fragen kontaktiert mich gerne:
Email: nicolehansen86@outlook.de
Instagram: @links.gruen.verliebt & @polyamorie.familie