| Veranstaltung: | Kreismitgliederversammlung 13.06.2026 |
|---|---|
| Tagesordnungspunkt: | TOP 3.2.2. Wahlkreis 14 - Köln II (Stadtbezirk Lindenthal) |
| Antragsteller*in: | Frank Jablonski (KV Köln) |
| Status: | Eingereicht |
| Eingereicht: | 03.06.2026, 09:39 |
A6: Frank Jablonski
Selbstvorstellung
Liebe GRÜNE in Lindenthal,
liebe Kölner GRÜNE,
ich bewerbe mich bei Euch für ein Votum als Euer Kandidat in Köln-Lindenthal für die kommende Landtagswahl.
Seit der letzten Landtagswahl 2022 darf ich den Stadtbezirk Lindenthal als direkt gewählter Abgeordneter vertreten, was ich gerne mit Euch gemeinsam wiederholen würde.
Wir müssen im Moment große Herausforderungen stemmen. Unsere Demokratie wird aktiv angegriffen, Erfolge im Klimaschutz werden zurückgedreht und die soziale Ungerechtigkeit in diesem Land wird immer größer.
Zu den größten Gefahren unserer Zeit gehört, dass rechtsextreme Positionen in der Mitte der Gesellschaft Fuß gefasst haben. Frauenrechte werden in Frage gestellt, die sogenannte „Remigration“, wird schamlos in der Öffentlichkeit diskutiert, die Zahl rechtsextremer Straftaten steigt täglich und Menschen werden ihre Rechte aufgrund ihrer Herkunft, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer Religion abgesprochen.
Bei der letzten Bundestagswahl hat sich wieder gezeigt, dass der Stadtbezirk Lindenthal besonders ist. Während die Wahlbeteiligung bei herausragenden 89,52% lag, erzielten die AFD und andere rechtsextreme Parteien ihr schlechtestes Ergebnis bundesweit! Darauf können wir aufbauen, denn die mehr als 150.000 Menschen in Lindenthal mögen Vielfalt, Toleranz und ein friedliches Miteinander!
Köln ist keine Hochburg der Rechtsextremen und das soll auch so bleiben. Deshalb habe ich als Mitglied des Kreisvorstands jahrelang die Demonstrationen gegen „HOGESA“, AFD und andere Feinde der Demokratie organisiert.
Heute versucht die AFD genau in die Viertel und Kommunen zu gehen, in denen sie besonders schlechte Wahlergebnisse erreicht hat. Dafür haben sie von den Schüler*innen des Gymnasiums Neue Sandkaul auf der größten Demonstration die es jemals in Widdersdorf gab, die rote Karte gezeigt bekommen. Als Anwohner habe ich die Proteste gegen den Parteitag der AFD in Widdersdorf, nicht nur vor Ort, sondern auch im Landtag unterstützt und habe mich im Plenum explizit bei den Schüler*innen für ihre Courage bedankt. Unsere Demokratie muss immer, überall und auf allen Ebenen wehrhaft sein! Das geht nur gemeinsam und wir in Lindenthal haben gezeigt, dass menschenverachtende Gesinnungen bei uns keinen Platz haben!
Als kulturpolitischer Sprecher kämpfe ich seit Beginn dieser Legislatur für unabhängigen und freien Journalismus und wehre mich entschieden gegen den rechten Kultur-(!) Kampf der Bundesregierung und diverser Landesregierungen.
Wir GRÜNE in NRW halten Kurs bei Diversität, Inklusion, Integration, Erinnerungskultur und Provenienzforschung, auch wenn andere die demokratische politische Mitte längst verlassen haben. Deshalb sind Projekte, wie zum Beispiel unser Migrationsmuseum Selma in Köln so wichtig, für die ich mich als verantwortlicher GRÜNER Landtagsabgeordneter seit Beginn der Legislatur einsetze und dessen Landesfinanzierung ich garantiere.
Die derzeitigen Angriffe auf den Klima- und Umweltschutz sind beispiellos. In der Bundesregierung wird eine schamlose Lobbypolitik für fossile Großkonzerne und gegen erneuerbare Energien gemacht.
Die letzten Wochen haben wieder einmal eindrücklich gezeigt, dass die Frage von Klimaschutz, auch eine Frage von Krieg und Frieden, von Menschen und Bürger*innenrechten, von Demokratie und Freiheit ist.
Deshalb schaffen wir in NRW die erste klimaneutrale Industrieregion Europas, halten an dem vorgezogenen Braunkohleausstieg 2030 fest und bauen erneuerbare Energien mit aller Kraft aus. Auch in der Kultur halten wir an unserem Dreiklang von Nachhaltigkeit, Diversität und sozialer Gerechtigkeit fest und haben unter anderem Transformationsmanager*innen für Kulturbetriebe ausbilden lassen, Förderprogramme für den ökologischen Umbau von Kulturbauten gestartet oder Informationsplattformen, wie Kultur-Klima ins Leben gerufen. Die sehr heterogene Kulturszene steht vor vielfältigen ökologischen Herausforderungen, die wir im engen Austausch mit den Akteur*innen gemeinsam angehen.
Klimaschutz konkret vor Ort, hier in Köln bedeutet, neben dem prinzipiellen Schutz unserer Grünflächen, zum Beispiel eine schnelle Verkehrswende und ein schneller Ausbau des ÖPNV. Deshalb setze ich mich weiter ganz klar für einen schnellen oberirdischen Ausbau der Ost-West-Achse ein und lehne eine teure, CO2-intensive und langwierige Tunnellösung aus Überzeugung ab! Wenn alle Ressourcen in den Tunnel der Ost-West-Achse fließen, werden Veedel, wie zum Beispiel Widdersdorf, auf Jahrzehnte keinen gut ausgebauten ÖPNV bekommen und die längst überfällige Verlängerung der Linie 13 wird ein ferner Wunschtraum bleiben. Dringend benötigter Wohnraum muss mit einer klugen Strategie und Augenmaß geschaffen werden und darf nicht zu dem Verlust von Grünflächen führen.
Die soziale Ungerechtigkeit in diesem Land wächst besorgniserregend und die Suche nach bezahlbarem Wohnraum ist viel zu oft ergebnislos. Besonders hart trifft es häufig prekär Beschäftigte in unsicheren Arbeitsverhältnissen. In der Kultur- und Kreativwirtschaft, wie auch im Medienbereich, sind solche Arbeitsbedingungen sehr oft traurige Realität. Deshalb war eine der ersten kulturpolitischen Maßnahmen auf der Landesebene die Einführung von sogenannten Honoraruntergrenzen (HUG). Mit der flächendeckenden Einführung von HUG ist uns als erstem Bundesland ein Systemwechsel bei der Bezahlung von Künstler*innen gelungen. Diese Umstellung unterstützen wir, trotz der schwierigen Haushaltslage, mit drei Millionen Euro, was eine spürbare Verbesserung für Künstlerinnen und Künstler in NRW bedeutet.
Als Mitglied im Ausschuss für Heimat und Kommunales sind mir Kommunalfinanzen ein besonderes Anliegen. Deshalb freue ich mich darüber, dass wir den NRW Altschuldenfonds gegen alle Widerstände umgesetzt haben! Denn in Zeiten von Überschuldung und drohender Haushaltssperre fallen immer zuerst die kulturellen und sozialen Unterstützungsleistungen von Kommunen weg.
Als direkt gewählter Abgeordneter bin ich einer der ersten Ansprechpartner für die Menschen im Bezirk. Diese Verantwortung nehme ich sehr ernst und nehme sie gerne an. Deshalb stehe ich ständig im Austausch mit den Menschen vor Ort und suche gezielt das Gespräch z. B. mit Bauern, Bürgervereinen, Hebammen, Mitarbeitenden der AWB, Kirchengemeinden, sozialen Projekten und natürlich mit wichtigen Institutionen wie der Universität, dem Max Planck Institut, dem Arbeiter Samariter Bund oder der SpoHo. Und ,eng vernetzt mit OV, BV und Rat, natürlich immer direkt mit den Menschen im Bezirk.
Darauf können wir aufbauen. Wir müssen gemeinsam bereits erreichte Erfolge verteidigen, aber gleichzeitig unsere GRÜNEN Ziele nicht aus den Augen verlieren. Wir haben die Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit. Dafür möchte ich weiter mit Euch gemeinsam arbeiten und kämpfen.
Deshalb bitte ich Euch um Unterstützung für meine Bewerbung für die Kandidatur im Wahlkreis Köln-Lindenthal und das erste Kölner Votum für die Landtagswahl 2027.
Solltet ihr Fragen zu meiner politischen Arbeit haben, schreibt mich gerne jederzeit an oder lasst uns im persönlichen Gespräch austauschen! Alle weiteren Informationen zu mir findet ihr hier: www.frankjablonski.de
Über Eure Unterstützung würde ich mich sehr freuen,
Euer Frank
Biographie und Engagement
Geboren 1974 in Bergisch Gladbach, habe ich nach dem Abitur, Zivildienst in der Individuellen Schwerstbehinderten-Betreuung und an der LVR Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung in Rösrath gemacht. Anschließend habe ich ein Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte begonnen, dass ich mit einem Magister Artium abgeschlossen habe. Nach einigen Jahren, als Freiberufler im Kulturbereich, habe ich erst für Volker Beck und dann für Sven Lehmann MdB das Wahlkreis Büro in Köln geleitet.
Während dieser Zeit, war ich Mitglied des Vorstands und sechs Jahre Co-Vorsitzender der GRÜNEN in Köln, Mitglied des Landschaftsverbands Rheinland und Bezirksvertreter und seit 2022 Mitglied des Landtags NRW. Eine ausführliche Übersicht über mein Engagement, meine Tätigkeiten und Funktionen findet Ihr hier www.frankjablonski.de
- Alter:
- 52
- Geburtsort:
- Bergisch Gladbach